[Gedankengang] Wir sind unsere Gedanken.

13 Juni 2015
Das Leben ist verrückt. Keine Frage, das wussten wir alle schon und ich werde keinen Nobelpreis für diese These mehr bekommen. Aber ist denn wirklich das Leben an sich verrückt oder sind es nicht eher die Tage, die wir erleben, die Menschen, die wir treffen, die Gerüche, die wir dabei einatmen und die Gedanken, die wir ausströmen und die sich wie kleine Strahlen ausbreiten, in jedes kleine Loch, in kleine Ecken und tiefe Gruben, die alles erhellen und gleichzeitig alles verdunkeln können?


Diese Gedanken sind es, die tapfer an unserer Seite ausharren.

Diese Gedanken sind es, die uns jeden Tag mit einer neuen und anderen Intension losschicken, die uns auf unserem Weg durch den Morgen, den Mittag und die Abendstunden begleiten, tapfer an unserer Seite ausharren, bis wir uns beseelt von ihnen ins Bett legen, sie ablegen, sie daneben platzieren, sie eigentlich nur noch loswerden wollen, damit wir schlafen können und am nächsten Morgen mit anderen, neuen Gedanken aufwachen.

Aber wieso wollen wir sie denn zur Nacht hin ablegen? Quälen sie uns wirklich so sehr oder sind es eher wir, die die unsere Gedanken quälen? Drängen wir sie nicht zu mancher Zeit in unseren Kopf hinein und sind ganz besessen von ihnen, wollen, dass sie bleiben, wollen sie durch analysieren, wollen, dass wir sie verstehen!?

..den Anker auszuwerfen, wenn wir anhalten wollen

Letztendlich sind wir in der Lage, sie zu steuern, zu lenken, den Anker auszuwerfen, wenn wir anhalten wollen und ihn einholen, wenn wir weiter segeln wollen. Wir sind es, die tanzen, lachen, schreien und weinen, die dabei die Gedanken loslassen, sie fliegen lassen, sie frei lassen- sie..!
Sie sein lassen. Existieren lassen.
Wir sind unsere Gedanken.
Und unsere Gedanken sind wir.
Sie sind ein Teil von uns und werden es immer sein.
Wieso ablegen wollen?


Man macht sich jeden Tag so viele Gedanken. An manchen Tagen helfen sie uns, an anderen bereiten sie uns Kopfzerbrechen. Vielleicht verlieren die Gedanken ihr schweres Gewicht, dass uns tagein, tagaus begleitet, wenn wir aufhören, uns Gedanken um unsere Gedanken zu machen.

Das Leben ist verrückt. Und wird es immer sein.
Die Gedanken können das nicht ändern, sie können nur dabei sein.

Das Leben ist verrückt und die Gedanken werden leichter, wenn man das akzeptiert.

Textblogger

1 Kommentar on "[Gedankengang] Wir sind unsere Gedanken."
  1. Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Post, wie schade.
    Schön, dass du mich darauf aufmerksam gemacht hast, deine Gedanken zu lesen. Besonders spannend finde ich den Satz: "Vielleicht verlieren die Gedanken ihr schweres Gewicht, dass uns tagein, tagaus begleitet, wenn wir aufhören, uns Gedanken um unsere Gedanken zu machen." Ich könnte stundenlang darüber nachdenken, wo wir wieder bei, denken angelang wären. Ein Kreislauf der Unendlichkeit - irgenwie.
    Schöner Post und fein nieder geschriebene Worte!

    Liebst, Luna!

    AntwortenLöschen

Wir freuen uns über Eure Tipps, Tricks, Anmerkungen und Anmeckerungen, liebe Worte und liebe Menschen!