[Challenge] 4 Wochen (fast) kauffrei.

19 Januar 2015
Vorsätze hin oder her, ich habe mir etwas anderes überlegt. Weil ich mir momentan viele Gedanken mache, was eigentlich dieses Bloggen soll, der Konsum und das Verherrlichen von immer-wieder-neu-kaufen und das Produzieren von unfassbar vielen Glückshormonen beim Shoppen, einhergehend mit unfassbar viel Plastikmüll, habe ich mir etwas anderes überlegt.

Die New Yorkerin Lauren Singer hat sich auch ihre eigenen Gedanken dazu gemacht und lebt nun seit knapp zwei Jahren nach dem Zero Waste Prinzip. Das heißt im Klartext: Kein Müll. Keine Plastiktüten, keine Beauty-Döschen, keine Lippenstiftverpackungen. Keine Zahnbürsten, die im Müll landen, kein Coffe-to-go, keine Wasserflaschen mehr.

Wenn man wirklich anfängt, sich darüber Gedanken zu machen, wie viel Müll man produziert, wird man wahnsinnig- selbst ich als steife Verfechterin der Mülltrennung muss mir eingestehen, dass immer noch eine rießige Menge an Plastikmüll übrig bleibt, den man ohne darüber nachzudenken einfach in die Tonne wirft. Aus den Augen, aus dem Sinn.



Auf Trash is for Tossers berichtet Lauren regelmäßig über ihre Zero-Waste-Journey und hat tolle Tipps und Alternativen für wirklich Jeden!


Das ist alles an Müll, was Lauren in 1,5 Jahren produziert hat- ich finde das wirklich wahnsinnig!
Laurens Alternativen!


Dieser Post soll kein mit-dem-Zeigefinger-zeigen sein, sondern nur dazu anregen, sich mit dem Thema auf coole Art und Weise zu beschäftigen. Kleine Änderungen in den Alltag einbauen, behutsam mit dem Müll-Problem umgehen, sich den einen oder anderen Tipp abzuschauen. Jutebeutel statt Plastiktüten, Kaffee selbst abkochen und mitnehmen, statt sich auf dem Weg zur Uni einen zu kaufen, Handtücher statt Zewa oder wiederverwendbare Glasflaschen statt PET Flaschen.. Es geht nicht darum, seinen ganzen Lebensstil umzustellen, auch wenn das wirklich jeder könnte. Es geht darum, das Problem zu erkennen und etwas zu tun.

Ich habe für mich eine doppelte Challenge entwickelt- im Sinne von Plastiktütenvermeidung, sowie Konsumreduzierung.

Die Challenge:


  • 4 Wochen. Ohne neue Kleidung. Wenn das nicht realisierbar ist, dann möchte ich mich wirklich schämen. Gerade jetzt, zur Fashion Week in Berlin möchte ich für mich ein Statement setzen und 4 Wochen lang KEINE neue Kleidung mehr kaufen.
  • Nicht die neuesten Trends sofort im Internet bestellen und nicht zum nächsten H&M rennen, nur weil dort gerade Sale ist.
  • Wenn ich etwas kaufe, dann im Second Hand Shop.
  • Oder gebraucht auf dem Flohmarkt.
  • Im besten Fall bekomme ich das, was ich möchte auch online bei Kleiderkreisel.
  • Immer, wenn ich an einem Stück vorbeilaufe, das ich normalerweise gekauft habe, möchte ich das Geld, das ich dafür ausgegeben hätte, in ein Sparschwein werfen. 
  • Ich werde die Challenge dokumentieren- folgt mir einfach bei Instagram!
Hat vielleicht irgendjemand von Euch in seinem Alltag schon etwas umgestellt, lebt bewusster und vermeidet den einen oder anderen Müll? Will mich nicht die Eine oder Andere begleiten und mitmachen? Ich freue mich über jede Art von Anregungen und Feedback!

Jeder von uns hat einen biologischen Fußabdruck, den wir hinterlassen. Lasst uns diesen Abdruck so klein wie möglich halten!


Kommentare on "[Challenge] 4 Wochen (fast) kauffrei."
  1. Das klingt ja mal nach einer unglaublich guten Idee und finde es auch erstaunlich, was im Endeffekt bei Lauren nur an Müll übrig blieb, echt cool! Das mit dem 4 Wochen ohne neue Klamotten schätze ich, wäre wirklich noch das aller einfachste :-) Viel Glück beim Umsetzen!
    Achja und ganz lieben Dank für deine tollen Worte, hab mich riesig gefreut :-)
    Allerliebste Grüße, Lisa
    http://downtownvogue.blogspot.de/

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  2. Coole Aktion, viel Erfolg dabei :)

    Liebe Grüße
    Eva
    www.the-mysterious-world-of-eve.blogspot.de

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  3. Ich bin auf das Plastikproblem mit ziemlicher Wucht von meinem Lehrer gestoßen worden.
    Seitdem reduziere ich alles. Duschgel kaufe ich keins mehr., Ich bin auf feste Körperpflegeprodukte umgestiegen, die keine Dosen oder Flaschen brauchen und suche mir Anregungen zur Selbstherstellung eigener Pflegeprodukte. In die Schule nehme ich einen Becher mit, aus dem ich trinken kann, außerdem esse ich mein Müsli aus einem Joghurtglas.
    Im Supermarkt habe ich Stofftaschen und meinen Rucksack mit, Obst und Gemüse lege ich lose in den Einkaufswagen. Brot beim Bäcker lasse ich in eine Tüte aus Papier packen.

    Tja... ich habe den Eindruck, es wird langsam besser.
    Waschmittel kaufe ich von Ecover (DM, in den anderen Läden kostet es viel mehr)...

    So mal meine Tipps.

    Ich finde jeden Menschen, der auch nur eine Kleinigkeit besser machen will, bewundernswert. Wusstest du, dass Plastiktüten 450 Jahre brauchen, bis sie zerrieben wurden und als Mikroplastik in den Meeren umherschwimmt? ...

    Danke für diesen schönen Post. :)

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  4. Hi,

    Coole Sache. Meine Familie und leben seit September den Zero Waste Lifestyle, wie das ja mittlerweile heißt. Und es klappt echt gut. Am Anfang dachten wir, dass man den Restmüll nur mit extremen Kosten- und Zeitaufwand halbwegs umsetzen kann. Aber stimmt gar nicht, man sich das oft gar nicht so vorstellen, aber wenn man damit anfängt, klappt es. Deshalb kann ich dich darin nur bestätigen. Wir haben pro Monat nur noch eine handvoll Müll und es wir immer weniger!

    Liebe Grüße von Steffi

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